Jeden Tag warten hunderte Kunden an Ihrer Tara — die meiste Zeit ungenutzt. Wir zeigen, was ein Infoscreen leistet, welche Zahlen dahinterstehen und wie Sie ihn in Ihrer Apotheke sinnvoll einsetzen.
Wer heute eine Apotheke betritt, hat in der Regel ein klares Ziel: das Rezept einlösen, ein Medikament abholen, kurz beraten werden. Genau in dieser Wartezeit an der Tara passiert jedoch weit mehr, als viele Apotheken vermuten. Kunden schauen sich um, lesen Etiketten, scrollen am Handy — oder richten ihren Blick auf einen Bildschirm, wenn einer vorhanden ist.
Ein Infoscreen für Apotheken nutzt genau diesen Moment. Er ist kein Werbebanner im klassischen Sinn, sondern ein digitales Verkaufs- und Informationswerkzeug, das dort ansetzt, wo Kaufentscheidungen tatsächlich fallen: am Point of Sale.
In diesem Artikel erklären wir, was ein Infoscreen konkret ist, welche Wirkung Digital Signage in Apotheken nachweislich hat, welche Inhalte sich eignen und worauf Sie bei der Umsetzung achten sollten.
Was ist ein Infoscreen für Apotheken?
Ein Infoscreen ist ein digitaler Bildschirm im Verkaufsraum, meist im Hochformat an oder neben der Tara platziert, der automatisiert Videos, Bilder und Textinformationen ausspielt.
Anders als ein Poster oder Aushang lässt sich der Inhalt jederzeit zentral aktualisieren — ohne dass jemand im Team Papier austauschen oder laminieren muss. Typische Inhalte sind:
- Kurze Produktvideos zu Eigenmarken und margenstarken Artikeln
- Saisonale Kampagnen, etwa zu Erkältungszeit, Sonnenschutz oder Vitamin D
- Praktische Informationen wie Öffnungszeiten, Feiertage oder Zahlungsmittel
- Hinweise auf Zusatzleistungen der Apotheke, von Beratungsangeboten bis Verleihservices
Der entscheidende Unterschied zu klassischer Werbung im Handel: Der Infoscreen wirkt in einem Moment, in dem der Kunde ohnehin schon vor Ort ist und Zeit hat — der Wartezeit an der Tara. Es geht nicht darum, Aufmerksamkeit von außen zu erkaufen, sondern eine bereits vorhandene Aufmerksamkeit sinnvoll zu nutzen.
Warum die Tara der wichtigste Verkaufsort Ihrer Apotheke ist
In den meisten Apotheken konzentriert sich ein Großteil der Kundenkontakte auf wenige Quadratmeter rund um die Tara. Hier entscheidet sich, ob ein Kunde nur das Rezept mitnimmt oder zusätzlich ein Nahrungsergänzungsmittel, ein Kosmetikprodukt oder ein Eigenmarkenpräparat dazulegt.
Genau diese Zusatzverkäufe sind für Apotheken besonders wertvoll, weil Eigenmarkenprodukte in der Regel eine deutlich höhere Marge erzielen als andere OTC-Produkte und zudem nicht eins zu eins online vergleichbar sind.
Das Problem: Ohne gezielte Kommunikation bleiben viele dieser Produkte für Kunden unsichtbar. Ein Regal allein erklärt weder Wirkung noch Anwendung, und das Beratungsgespräch an der Tara ist oft auf das Nötigste beschränkt, weil Zeit fehlt.
Ein Infoscreen schließt diese Lücke, indem er während der Wartezeit genau die Informationen liefert, die sonst im Gespräch verloren gehen würden.
Ein reales Beispiel aus einer österreichischen Apotheke
Wie stark sich ein Infoscreen konkret auswirken kann, zeigt ein dokumentiertes Fallbeispiel aus einer österreichischen Apotheke, die im Herbst 2025 einen absolutAPO:TV Screen an der Tara installiert hat. Beworben wurde unter anderem ein Kollagen-Präparat aus der Eigenmarke.
Die Verkaufszahlen wurden drei Monate vor und nach der Installation verglichen — ohne dass sich Preis oder Beratungsaufwand geändert hätten.
Solche Ergebnisse lassen sich nicht pauschal auf jede Apotheke übertragen — sie hängen stark davon ab, welches Produkt beworben wird, wie der Screen platziert ist und wie oft der Inhalt aktualisiert wird.
Realistisch ist für die meisten Apotheken ein konservatives Umsatzplus im deutlich zweistelligen Prozentbereich, sobald der Screen dauerhaft läuft und regelmäßig neue Inhalte zeigt.
Drei Ziele, die ein Infoscreen gleichzeitig erfüllt
Ein gut eingesetzter Infoscreen verfolgt in der Praxis nicht nur ein Ziel, sondern wirkt auf drei Ebenen gleichzeitig:
1. Umsatz
Jeder wartende Kunde ist eine Verkaufschance, die ohne Kommunikation ungenutzt bleibt. Der Screen zeigt margenstarke Eigenmarken genau dann, wenn Kaufentscheidungen anstehen — automatisch, ohne zusätzlichen Personalaufwand.
2. Aufklärung
Viele Kunden wissen schlicht nicht, welches Leistungsspektrum ihre Apotheke tatsächlich abdeckt — von TCM-Beratung über Kosmetikbehandlungen bis zum Verleih von Milchpumpen. Ein Infoscreen macht solche Angebote sichtbar, die im Alltag sonst ungefragt bleiben.
3. Zeitersparnis für das Team
Wiederkehrende Fragen zu Öffnungszeiten, Zahlungsmitteln oder Bestellfristen kosten im Tagesgeschäft wertvolle Beratungszeit. Wenn der Screen diese Informationen automatisch bereitstellt, bleibt mehr Zeit für die eigentliche pharmazeutische Beratung.
Welche Inhalte gehören auf einen Apotheken-Infoscreen?
Damit ein Infoscreen wirkt, braucht es mehr als ein einzelnes Werbevideo in Dauerschleife. Bewährt hat sich ein Mix aus mehreren Content-Formaten, die sich automatisch abwechseln:
- Produktvideos (30–120 Sekunden): Eigenmarken, Saisonkampagnen, Nahrungsergänzung, Kosmetik — idealerweise mit echten Produkten und echtem Apothekenteam, nicht mit generischem Stockmaterial.
- Slides mit Kerninformationen: Öffnungszeiten, Feiertage, Abholtermine, aktuelle Aktionen.
- News-Schleifen: kurzfristige Aktionen, Events oder besondere Beratungstage.
Ein realistischer Programmdurchlauf besteht häufig aus rund 3 Clips à 30 bis 120 Sekunden und dauert insgesamt etwa 2 bis 3,5 Minuten, bevor er sich wiederholt.
Wie läuft die Umsetzung eines Infoscreens ab?
Die technische Hürde ist für die meisten Apotheken kleiner, als sie zunächst vermuten. Ein Full-Service-Ansatz, wie ihn absolutAPO:TV für Apotheken in Wien, Niederösterreich und ganz Österreich anbietet, läuft in der Regel in folgenden Schritten ab:
- Erstberatung: gemeinsame Analyse, welches Paket und welche Inhalte zur jeweiligen Apotheke passen.
- Installation: Lieferung eines professionellen Hochformat-Screens (z. B. 43 Zoll, 9:16) inklusive Bodenständer oder Wandmontage — benötigt wird lediglich ein Stromanschluss und WLAN.
- Produktion vor Ort: Ein Team dreht Videos direkt in der Apotheke, mit echten Produkten und auf Wunsch dem eigenen Personal.
- Laufender Betrieb: Inhalte werden zentral über die Cloud eingespielt und aktualisiert — ganz ohne USB-Stick oder IT-Aufwand im Apothekenalltag.
Für kurzfristige Mitteilungen genügt in der Regel eine kurze E-Mail an das Produktionsteam: Die Information wird aufbereitet, eingepflegt und zum gewünschten Zeitpunkt automatisch ausgespielt.
Was kostet ein Infoscreen für Apotheken?
Die Preisspannen für Digital-Signage-Lösungen variieren je nach Anbieter, Hardware und Umfang der Content-Produktion stark. Bei absolutAPO:TV etwa starten Slide-Pakete ohne individuelle Videoproduktion ab rund 275 Euro monatlich, während Video-Pakete mit eigener Produktion vor Ort — inklusive Screen zur Miete — je nach Umfang zwischen etwa 295 und 455 Euro monatlich liegen, zuzüglich einer einmaligen Einrichtungspauschale.
Angesichts eines dokumentierten Fallbeispiels mit rund 300 Prozent Umsatzsteigerung bei einem einzelnen Produkt amortisiert sich eine solche Investition für viele Apotheken bereits über wenige gut beworbene Eigenmarken.
ROI-Rechnung: Wann amortisiert sich ein Infoscreen?
Eine einfache Überschlagsrechnung hilft, die Investition einzuordnen. Nehmen wir an, ein Video-Paket kostet rund 295 Euro monatlich zuzüglich Mehrwertsteuer. Wird dafür ein einzelnes Eigenmarkenprodukt mit einer Handelsspanne von etwa 18 Euro pro Einheit beworben, müssten rein rechnerisch rund 16 zusätzliche Einheiten pro Monat verkauft werden, um die Kosten des Screens zu decken.
Im dokumentierten Fallbeispiel aus diesem Artikel wurden bei einem einzigen Produkt bereits 31 Einheiten mehr pro Monat verkauft — und der Screen bewirbt in der Praxis nicht nur ein, sondern mindestens 3 Produkte gleichzeitig im Wechsel.
Bezieht man weitere Eigenmarken, Aktionsware und saisonale Kampagnen mit ein, ist die Amortisation in vielen Fällen realistisch innerhalb des ersten Monats erreichbar.
Für welche Apotheken eignet sich ein Infoscreen besonders?
Grundsätzlich profitiert jede Apotheke mit regelmäßigem Kundenverkehr an der Tara von einem Infoscreen. Besonders deutlich zeigt sich der Effekt jedoch in folgenden Fällen:
- Apotheken mit eigener Handelsmarke: Je größer das Eigenmarkensortiment, desto mehr margenstarke Produkte lassen sich gezielt in Szene setzen.
- Apotheken mit hoher Stammkundenquote: Wiederkehrende Besucher sehen dieselben Inhalte mehrfach — Wiederholung erhöht nachweislich die Wiedererkennung und damit die Kaufwahrscheinlichkeit.
- Apotheken mit begrenzter Beratungszeit: Wenn das Team ohnehin stark ausgelastet ist, entlastet der Screen die Kommunikation von Standardinformationen spürbar.
Infoscreen für Ihre Apotheke?
absolutAPO:TV übernimmt Videoproduktion, Technik und laufende Aktualisierung als Full-Service — ohne IT-Aufwand für Ihr Team.
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Lohnt sich ein Infoscreen auch für kleinere Apotheken?
Ja. Entscheidend ist nicht die Größe der Apotheke, sondern die Anzahl der Kundenkontakte an der Tara. Bereits bei einigen hundert Kunden pro Monat kann ein gezielt beworbenes Eigenmarkenprodukt spürbare Zusatzverkäufe bringen.
Brauche ich technisches Know-how oder eigene Hardware?
Nein. Bei einem Full-Service-Modell werden Screen, Player, Software und Konfiguration bereitgestellt und eingerichtet. Benötigt werden lediglich ein Stromanschluss und WLAN.
Wie oft sollten die Inhalte aktualisiert werden?
Für spürbare Wirkung empfiehlt sich ein Mix aus dauerhaften Eigenmarken-Videos und regelmäßig wechselnden News- oder Aktionsslides, die mehrmals im Jahr aktualisiert werden.
Ist ein Infoscreen mit dem Apothekenrecht vereinbar?
Ein Infoscreen zeigt in der Regel Informations- und Verkaufsförderungsinhalte zu freiverkäuflichen OTC-Produkten, Öffnungszeiten und Serviceleistungen. Werbeaussagen sollten wie bei jedem anderen Kommunikationskanal fachlich korrekt und rechtlich geprüft sein.
Wie schnell zeigt sich ein Effekt auf den Umsatz?
Im dokumentierten Fallbeispiel zeigte sich eine deutliche Verkaufssteigerung bereits innerhalb des ersten Monats nach Installation. Wie schnell und stark sich Effekte einstellen, hängt von Produktwahl, Platzierung und Kundenfrequenz ab.
Fazit
Ein Infoscreen macht aus toter Wartezeit an der Tara aktive Verkaufszeit — ohne dass das Apothekenteam mehr beraten oder verkaufen muss als bisher. Studien zum Einzelhandel zeigen konsistent, dass Digital Signage Kaufentscheidungen beeinflusst, und ein dokumentiertes Fallbeispiel aus einer österreichischen Apotheke bestätigt, dass sich dieser Effekt auch im sensiblen Apothekenumfeld nutzen lässt.
Wer Eigenmarken sichtbarer machen, Beratungszeit entlasten und den Point of Sale digitalisieren möchte, findet im Infoscreen ein Werkzeug, das sich in der Praxis schnell rechnet.
